Piraten Dokumentation – wahre Geschichte hinter Fluch der Karibik

In der N24 Dokumentation (siehe Video) wird der wahren Geschichte der Piraten in der Karibik nachgegangen.

Wer kennt nicht Captain Jack Sparrow aus dem Kinofilm „Fluch der Karibik“ und dessen Piratenschiff Black Pearl? Dieser Kinofilm ist ein absoluter Kassenschlager, der mittlerweile mehrere Mrd. Dollar einspielte. Was ist an dieser Geschichte wahr und was entspricht der Fantasie?

Historiker, Schatzsucher sowie die Macher des Films geben einen Einblick wieviel Seemannsgarn und wieviel Wahrheit im Kinofim „Fluch der Karibik steckt. Im goldenen Zeitalter der Piraterie (1690 bis 1725) trieben rund 3000 bis 5000 Piraten / Seefahrer in der Karibik ihr Unwesen, wobei die meisten dunkle Gestalten waren. Dabei hatten sie es vor allem auf die karibischen Handelsrouten zwischen Europa und den Kolonien abgesehen.

Der berühmteste und gefährlichste Pirat war dabei Blackbeard, der als Vorlage für den Kinofilm diente. Sein Schiff – die Vorlage für Black Pearl – war ein schnelles umgerüstetes ehemaliges französisches Sklavenschiff (La Concorde), welches er für seine Zwecke umbaute (u.a. wurde es von 16 auf 40 Kanonen hochgerüstet) und in Queen Ann´s Revenge umbenannte. Sie zählte nach der Umrüstung zu den stärksten Kampfschiffen in der Karibik.

Experten zeigen wie durchschlagend die Kanonen und Pistolen wirken sowie welche spezielle Munition die Piraten verwendeten, um die Schiffe und ihre Mannschaft auszuschalten. Hierzu gehören auch Handgranaten für das Entern des Schiffs und Nahkampfwaffen (Säbel, Degen, Messer). Im Film Fluch der Karibik orientierte man sich dabei an echten Waffen und Techniken.

Bei den Piraten gab es verpflichtende Regeln – den sogenannten „Piratenkodex“ – für den Umgang untereinander, mit Regeln bzgl. der Disziplin und dem Anteil an der Beute. Manche Regeln erhielten auch Ausgleichszahlungen bei Verletzungen – damit waren die Piraten ihrer Zeit weit voraus.

Auf einem Piratenschiff war dabei die Mannschaft der Boss. Hier hatte die Mannschaft das Sagen und das Recht auch den Kapitän abzuwählen.

Gold als Beute gab es jedoch nur in Ausnahmefällen. Die meiste Beute waren Alltagswaren (Seidenstoffe, Leinen, Gewürze, Mehl, Rum, Tabak, …), die man auf einem Markt bzw. an Händler verkaufen konnte. Die Piratenbande machte damit in der Regel unheimlich große Gewinne.

Eine legendäre Kaperfahrt von Blackbeard fand dabei im Mai 1718 statt, als sein Piratenschiff im amerikanischen Hafen Charleston Handelschiffe plünderte, die sich im Hafen aufhielten. Die Piratenaktivitäten führten sogar soweit, dass Länder, die auf Handel angewisen waren, um ihre Stabilität fürchteten. Die Kolonialbehörden in den USA und Großbritannien waren nach dem Piratenangriff in Charleston in heller Panik. Dies machte den Piraten Blackbeard zum meistgejagten und meistgefüchteten Mann in der Karibik.

In der finalen Schlacht am 22. November 1718 kam es in der Bucht von Ocracoke zum Kampf. Man brauchte 5 Gewehrschüsse und 20 Säbelstiche, um den gefürchteten Piraten Blackbeard zu töten. Zum Schluß schlug man ihn den Kopf ab, um sicher zu gehen, dass er nie wieder sein Unwesen trieb und um das Kopfgeld zu kassieren.